Die Theorie ist recht einfach.


In der Praxis sieht das Ganze natürlich meist etwas unersprießlicher aus. Statt der strukturlosen a, b, c, d sieht man sich mit unhandlichen Termen in Zähler und Nenner konfrontiert.
Für die Bestimmung des Hauptnenners, und damit der Erweiterungsfaktoren, gibt es dann zwei Strategien:
Seien Sie nett zu sich, wählen Sie den Hauptnenner so klein wie Ihnen möglich. Prinzipiell falsch ist aber auch die gewaltsame Methode Hauptnenner = Produkt der Einzelnenner nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich in der Folge mit den unhandlichen Nennern und den zugehörigen Erweiterungsfaktoren verrechnen ist aber hoch. Zumal Sie das ganze Zeug zum Schluss durch Kürzen wieder übersichtlich klein rechnen sollten.
Einige Aufgaben, mit denen Sie Ihre Strategie üben können.
Primfaktorzerlegung der Nenner

Wahl des kleinstmöglichen Hauptnenners 23 32 5 .
Erweitern auf den Hauptnenner
Addition der gleichnamigen Brüche
Das hat keinen Spass gemacht, war aber noch das kleinere Übel verglichen mit dem Hauptnenner 12960 der ersten Strategie.
Beide Summen in den Nennern lassen sich mit binomischen Formeln faktorisieren
Wahl des kleinstmöglichen Hauptnenners u (u + 1)2 (u - 1)
Erweitern auf den Hauptnenner
Addition der gleichnamigen Brüche
Schweren Herzen die schönen, aber leider nutzlosen, Produkte im Zähler ausmultiplizieren und nach Potenzen von u ordnen
Worin unterscheiden sich (a - b) und (b - a) ?
Wahl des Hauptnenners: a (a – b) x
Erweitern auf den Hauptnenner
Addition der gleichnamigen Brüche
